Norden, Süden, Osten und Westen kennt wohl jeder. Im Osten geht die Sonne auf, verläuft am Himmel über den Süden und geht im Westen unter. Interessant ist noch, was auf der Südhalbkugel, also beispielsweise in Australien, anders ist. Auch da geht sie im Osten auf, verläuft dann aber über den Norden und geht im Westen unter. Will man es etwas genauer sagen, gibt man die beiden Himmelsrichtungen an, zwischen denen die gewünschte Richtung zeigt. Dabei werden Norden und Süden jeweils zuerst genannt. Noch genauer kann man als dritte Angabe noch eine weitere Himmelsrichtung angeben. Die 4 Hauptrichtungen teilen den Azimut dann also in 360° / 4 = 90° an. Mit einer zweiten Angabe sind es dann 45° und bei dreien 22,5°. Nord-Ost-Nord ist also 22,5° östlich von Nord. Als Abkürzung wird der erste Buchstabe genutzt, wobei man oft für Osten auch ein E findet, was von Englisch East kommt. Nord-Ost-Nord wird also dann als NEN geschrieben.

Will man es noch genauer haben, benutzt man direkt die Gradangaben. Dabei werden Norden 0° und einmal herum auch 360° zugewiesen. Die Zählweise geht rechts herum. Osten liegt also auf 90°, Süden ist 180° und Westen 270°. Benötigt man es noch genauer, kann man Dezimalstellen benutzen oder teilt die Grad in Minuten und Sekunden ein, was jeweils 1/60 ist.

In der Astronomie benutzt man auch gern Stunden für den Azimut. Rechnet man konsequent alles in eine Stundenskala um, dann kann man Sternenkarten recht einfach lesen, indem man Azimut-Stunden, Längen-Stunden, Datum-Stunden und Zeit-Stunden addiert. Der Trick besteht also darin, alles was meine Drehung als Beobachter um die Achse der Ekliptik beeinflusst, auf einer einheitlichen Skala zu betrachten. Man hätte auch Datum und Zeit in Grad umrechnen können, aber per Konvention nutzt man die 24-Stunden-Skala. Vermutlich weil die Ortszeit die sich am schnellsten ändernde Variable ist.

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