Wenn etwas zu feucht wird, wie die Isolierung einer Wand, wird oft vom Taupunkt gesprochen. Was ist dieser Taupunkt? Ist das ein Ort in der Wand, wo die Feuchtigkeit kondensiert? Tatsächlich gibt es diesen Ort und da herrscht dann auch ein Taupunkt. Aber dieser Ort kann sich ändern und man nennt diesen Ort in der Wand auch nicht Taupunkt.

Um den Taupunkt zu erklären, muss man etwas in die Welt der Thermodynamik einsteigen. Wasser löst sich in Luft. Wir sprechen von Luftfeuchtigkeit. Diese messen wir in Prozent der maximalen Löslichkeit. Die Luft wird bei konstanter Temperatur nicht mehr Wasser aufnehmen. Man sagt, die Luft ist gesättigt.

Diese maximale Löslichkeit ist von der Temperatur abhängig. Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte. Wenn warme Luft abgekühlt wird, entspricht die gelöste Menge Wasser also einer größeren relativen Luftfeuchte. Überschreitet die relative Luftfeuchte bei der Abkühlung 100 %, dann ist der Taupunkt erreicht.

Die Feuchtigkeit entsteht also dadurch, dass die warme Luft auf der Innenseite sich auf ihrem Weg durch die Wand auf die Außentemperatur abkühlt und dabei der Taupunkt erreicht wird. Die Lösung für das Problem ist eine Dampfsperre. Diese stellt sicher, dass es keinen Luftaustausch von der warmen zur kalten Seite gibt. Diese Dampfsperre muss an einer Stelle in der Wand sein, wo der Taupunkt sicher nie erreicht wird.

Das Problem ist also weder die Kälte an sich, noch die Isolierung, sondern warme Luft, die von der Innenseite der Wand durch die Wand nach außen strömen kann. Die Lösung für das Problem ist eine luftdichte Schicht, die Dampfsperre genannt wird. Die Dampfsperre selbst isoliert nicht. Sie sorgt nur dafür, dass es keinen Luftaustausch gibt.

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