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In Grimeton, Schweden steht ein Maschinensender vom Typ Alexanderson. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird gelegentlich für Übertragungen mit der Senderkennung SAQ genutzt. Es gibt Empfangsberichte aus der ganzen Welt.

Die Sendefrequenz von 17.200 Hz wird über 488 Doppel-Pole im sogenannten Alternator erzeugt. Dazu dreht sich der Rotor darin mit 17200 / 488 = 35,2Hz bzw. 2114,8 U/Min

Der Alternator wird über ein Getriebe mit einer Übersetzung von 110:37 ≈ 3 angetrieben. Der Motor dreht sich also mit 35,2 * 37/110 = 11,9Hz, was 711,3 U/Min entspricht.

Grimeton

Der Grund für das krumme Übersetzungsverhältnis im Getriebe ist übrigens ein bei Zahnrädern üblicher Trick. Dadurch das bei dem einen Zahnrad die Anzahl der Zähne prim ist und die Anzahl beim anderen kein Vielfaches davon, „sehen“ sich alle Zähne gleich häufig und es gibt keinen Schwebungseffekt bei den Vibrationen und eine gleichmäßige Abnutzung.

Einerseits ist die Sendefrequenz so niedrig, dass man sie mit einem sehr guten Gehör noch akustisch aus den Vibrationen der Induktivitäten hören könnte. Direkt im Sender ist es allerdings so laut, dass das kaum jemand gelingen dürfte. Das bedeutet auch, dass man recht normales Audio-Equipment zum Empfang nutzen kann.

Andererseits ist die Drehzahl für einen mechanischen Aufbau schon so hoch, dass man einige Tricks anwenden musste, um sie verlustarm zu halten. So beträgt das Spaltmaß zwischen Rotor und Stator weniger als 1 mm und die Lücken im Rotor sind vergossen, um den Luftwiderstand zu senken.

Und noch ein kleines „fun fact“ am Rande: Die Sendefrequenz ist in SI-Einheiten in etwa die Wurzel der Lichtgeschwindigkeit. Das bedeutet, dass Grimeton seine Sendefrequenz in etwa auch als Wellenlänge hat.

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