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Der systemd, vielleicht besser bekannt unter dem Namen seines Steuerprogramms systemctl, steuert die meisten modernen Linux-Systeme. Er steuert die Dienste oder Services, einschliesslich ihrer Abhängigkeiten. Er kann Prozesse zeitgesteuert ausführen und er bietet auch die Möglichkeit auf Ereignisse im Dateisystem zu reagieren. Er wurde anfänglich eher zögerlich eingeführt. Daher gibt es viele Anleitungen und Tutorials, die ihn unvollständig beschreiben. So ist es zum Betrachten und Editieren nicht nötig, die Dateien mit den Konfigurationen selber zu suchen. Er beherrscht die Befehle cat und edit dafür. Selbst neue Konfigurations-Dateien kann man so anlegen.

Sowohl systemweite Konfigurationen als auch welche für einzelne Benutzer können damit verwaltet werden. Die Zeitsteuerung ist flexibler als cron. So lassen sich z.B. Abläufe für „jeden zweiten Mittwoch im Monat“ einfach anlegen.

Hier ein paar Beispiele

systemctl

Ohne alle Parameter wird eine Liste aller Units im Pager (less oder more) geöffnet.

systemctl status apache2.service

Der Befehl status listet den aktuellen Zustand einer Unit (hier den Apache2-Service) auf.

systemctl cat apache2.service

Zeige die Konfiguration an.

systemctl edit apache2.service

Editiere die Anpassungen an die Standard-Konfiguration

systemctl edit --full apache2.service

Editiere die Standard-Konfiguration. Vorsicht: Bei einer Unit, die von einer Standard-Installation kommt, werden diese Änderungen bei Updates überschrieben!

systemctl edit --full --force newspam.path

Erzeuge eine neue Konfiguration, hier eine Überwachung des Dateisystem („path“).

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