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Es gibt Erfindungen und Entdeckungen, da könnte die Entdeckung nach dem Entdecker benannt sein. Oder aber die Entdeckung scheint mit ihrem Namen beschrieben, obwohl es der Name des Entdeckers ist. Hier ein paar Beispiele:

Der Totmannschalter erkennt, ob der Bediener einer Einrichtung noch einsatzfähig ist, also seine Aufgabe erfüllen kann und im schlimmsten Falle ob er tot ist. Es gibt keine Person mit dem Namen Totmann, die das erfunden hat.

Der Eigenwert beschreibt eine nichttriviale Lösung eines Gleichungssystems. Man sagt, der Eigenwert ist die dem System eigene Lösung. Es gibt keine Person mit dem Namen Eigen, die an der Entdeckung beteiligt gewesen ist.

Der Schwarzschild-Radius beschreibt den Radius einer Kugel um ein schwarzes Loch, über deren Inneres man von außen keine Information erhalten kann. Ab hier erscheint das schwarze Loch wirklich schwarz. Entdeckt hat diesen Zusammenhang Karl Schwarzschild.

Im Kreißsaal stehen Hebammen und andere Geburtshelfer im Kreis um die Gebärende. Aber das Wort kommt tatsächlich von Kreischen und steht für die Schmerzen, die mit den Geburtswehen einhergehen können, und die dabei ausgestoßenen Schreie. Es gibt auch niemanden mit Namen Kreiß in diesem Zusammenhang.

Ein Armstrong-Rotor wird in Funkerkreisen scherzhaft ein Antennensystem genannt, für das man zum Drehen einen starken Arm braucht, weil eben kein Motor zu diesem Zweck verbaut ist. Das hat also weder etwas mit Weltraumfahrt noch mit Jazzmusik zu tun.

Ein Fuchskreis ist ein Parallelschwingkreis, mit dem man einen resonanten Halbwellendipol am Ende speisen kann. Das ist benannt nach Josef Fuchs. Auch wenn so eine Konstruktion bei einer Funk-Fuchsjagd genutzt werden könnte, ist der Name hier anders entstanden und diese Peilwettbewerbe haben nichts direkt mit der Person zu tun.

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