Diese Tabelle gibt einen groben Überblick über elektromagnetische Wellen. Besonders die Beispiele dienen nur der groben Einordnung. Die kosmische Strahlung beispielsweise setzt sich überwiegend aus Teilchenstrahlung und nicht aus Photonen zusammen. Im Amateurfunk interessieren wir uns natürlich für Bandpläne. Diese sind in der Linkliste verzeichnet. Außerdem gibt es hier noch eine grafisch aufbereitete Version unseres Frequenznutzungsplans.
Es ist üblich jeweils Dekaden, also Verzehnfachungen, von Frequenzen mit den „Magischen Grenzen“ jeweils bei den Dekaden der Wellenlängen zu bezeichnen. Durch den Zusammenhang:
Lichtgeschwindigkeit c = 3*108 m/s
Wellenlänge λ
Frequenz f
c = λ f
… ergibt sich dann jeweils die 3 als Grenze für die Frequenz. Die Kurzwelle geht also nach dieser Nomenklatur von 3MHz bis 30MHz bzw. von 100 m bis 10 m.
Bis zur Wärmestrahlung ist die Angabe von Frequenzen in Hertz üblich. Bei kürzeren Wellen nutzt man eher die Teilchenenergie in Elektronenvolt eV. Hier beginnt dann auch die „Welt“ der sogenannten Ionisierenden Strahlung. Das bedeutet, diese Strahlung enthält pro Photon genug Energie, um die atomare Bindung zwischen Molekülen aufzubrechen und so aus neutralen Molekülen Ionen zu erzeugen. Auf der Skala der Frequenzen ist es z. B. ab UV-Strahlung möglich einen Sonnenbrand zu bekommen, wenn man sich der Strahlung zu lange aussetzt. Bei niedrigeren Frequenzen ist das nicht möglich. Das bedeutet natürlich nicht, dass langwelligere Strahlung bedingungslos harmlos wäre. Es bleibt eine thermische Wirkung, die dosiert eingesetzt auch medizinisch nützlich sein kann.
Im deutschen Sprachbereich benennt man die Wellen mit den hier so bezeichneten „W-Namen“. Die Buchstaben bedeuten Lang, Mittel, Kurz und Ultrakurz.
Im englischen Sprachbereich bezeichnet man die Frequenzen mit den „F-Namen“. Der Kurzwellenbereich wird mit HF und die Mittelwelle mit Medium Frequencies bezeichnet. Bei HF muss man also auf den Kontext achten, ob HF nur zur Unterscheidung von NF und DC gemeint ist, oder so wie hier genau der Kurzwellenbereich. Die niedrigeren Frequenzen heißen hier Low Frequencies. Die Buchstaben bedeuten Very, Ultra, Super, Extreme und Tremendous. Wer es schwierig findet, diese englischen „Superlative“ logisch in eine numerische Reihenfolge zu bringen: Du bist nicht allein. 😜
Die Namen in den Beispielen sind übrigens aus dem physikalischen Effekt entlehnt, der die Strahlung entstehen lässt. Die Übergänge zwischen den Bereichen sind daher fließend. Wärme erzeugt auch Radiowellen niedriger Frequenz, die wir dann im Radio Rauschen nennen. Umgekehrt senden sehr heiße Gegenstände auch sichtbares Licht aus, was wir Glühen nennen. Infrarot und Ultraviolett sind so benannt, weil sie dem sichtbaren Licht benachbart sind und ihm in vielerlei Hinsicht ähneln. Röntgenstrahlen sind das, was aus einer Röntgenröhre kommt und wir zum Durchleuchten von Materie nutzen, und Gammastrahlung ist das, was durch kernphysikalische Effekte entsteht. Die Namen können also nicht direkt zur Definition von Frequenzbereichen genutzt werden und dienen hier nur zur groben Einordnung.
Wellenlänge | Frequenz | Energie | F-Name | W-Name | Beispiel |
100.000km | 3Hz | ||||
ELF | Schumann-Resonanzen | ||||
10.000km | 30Hz | Netzfrequenz | |||
SLF | |||||
1.000km | 300Hz | ||||
ULF | Sprachfrequenzen | ||||
100km | 3kHz | ||||
VLF | Längstwelle | ||||
10km | 30kHz | ||||
LF | LW | ||||
1km | 300kHz | ||||
MF | MW | ||||
100m | 3MHz | ||||
HF | KW/SW | Ionosphärenausbreitung | |||
10m | 30Mhz | ||||
VHF | UKW | 2m | |||
1m | 300MHz | ||||
UHF | 70cm | ||||
1dm | 3GHz | ||||
SHF | Satelliten-TV | ||||
1cm | 30GHz | ||||
EHF | |||||
1mm | 300GHz | ||||
THF | |||||
100μm | 3THz | ||||
10μm | 30THz | Wärmestrahlung | |||
1μm | 300THz | IR | |||
sichtbares Licht | |||||
100nm | 4eV | UV | |||
10nm | 40eV | ||||
Röntgen | |||||
1nm | 400eV | ||||
100pm | 4keV | ||||
10pm | 40keV | ||||
Gamma | |||||
1pm | 400keV | ||||
Kosmische Strahlung |