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Auf dieser kleinen Seite stehen nach Art eines FAQ einige Dinge, die mir in der Praxis klar geworden sind, besonders wenn sie nicht oft als „Lehrbuchwissen“ angesehen werden. Einiges wird nach dem „is’ halt so“-Prinzip weitergegeben. Wo es sich anbietet, ergänze ich das hier mit einer kurzen Erklärung.

Stecker nach N-Norm und solche nach PL-259 haben das gleiche Gewinde auf der Verriegelung, die bei PL auch gleichzeitig die Schirmung ist. Dadurch passen die Schutzkappen für die Buchsen auch für beide. N-Buchsen lassen sich mit PL‑Steckern sehr leicht zerstören. Danach fällt das Messgerät erst mal aus und die Reparatur ist kostspielig. Besonders wenn man mit wechselnden Adaptern an teuren Messgeräten arbeitet, sollte man immer sogenannte Portsaver auf den N-Buchsen des Messgeräts belassen. Diese sehen aus wie ein Adapter von Buchse auf Buchse, was erst mal absurd wirkt, aber hier sehr nützlich ist und im Fehlerfall viel Geld spart. Der Portsaver ist günstig und schnell getauscht.

Ebenso sind der Innenleiter von PL und die Kontakte eines Netzsteckers nach Schuko effektiv einfach ein 4 mm-Bananenstecker. Das ist für Messaufbauten manchmal recht praktisch, aber natürlich bei Netzspannung auch sehr gefährlich. Denn an einem normalen Messkabel ist am anderen Ende auch ein Stecker, sodass man dann einen offenen Steckerkontakt mit Netzspannung hat. Wenn überhaupt, sollte man das also nur hinter einem Trenntrafo oder anderen geeigneten Schutzmaßnahmen machen.

Die alten Röhrenkontakte, wie sie bei Oktal-Sockeln und Ähnlichem üblich waren, haben etwa 2,4 mm Durchmesser. Das passt zu den Kontakten, wie sie beispielsweise bei der Stromversorgung von alten Floppylaufwerken üblich waren. Diese Kontakte sind noch gut erhältlich als Molex 0.093“. Damit lassen sich Röhren kontaktieren, zu denen man keine Sockel mehr erhält oder nur noch sehr schwer oder absurd teuer.

Blitzschutzeinrichtungen sollten mit gar nichts verbunden werden. Sie sollen nicht als Masseleitung genutzt werden, nicht als Erdung und auch nicht zum Potenzialausgleich. Im Ruhezustand würden sie sich dafür natürlich anbieten. Aber im Falle eines Blitzeinschlags fließen dort hohe Ströme und es liegen dort immens hohe Spannungen an. Direkt dort angeschlossene Systeme werden von der Anlage nicht geschützt. Ganz abgesehen von den praktischen Gefahren gefährdet eine Manipulation an der Blitzschutzanlage auch noch den Versicherungsschutz.

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